Guppy-Futter

Auch wenn der Guppy so ziemlich alles frisst, sollte nicht am Futter gespart werden! Allgemein gilt: Jedes Futter verliert durch Überlagerung an Nährwert, daher ist es sinnvoller, lieber öfter kleinere Gebinde zu kaufen als seltener größere - auch wenn dies auf den ersten Blick billiger ist.
Wer kein Lebendfutter reichen kann oder will, sollte auf Frostfutter ausweichen, Mückenlarven und Artemien bieten sich beispielsweise an. Frostfutter sollte aufgetaut verfüttert werden, viele vermeintliche Krankheiten sind von gefrorenem Futter verursacht!
Weniger Nahrhaft sind getrocknete Futtertiere und Flockenfutter. Welches Futter Sie verwenden, ist letztlich Geschmackssache, sofern Sie häufig wechseln. Ich mische mir mein Trockenfutter selbst aus Guppyflocken, Artemiaflocken, Pflanzenflocken und Standardflocken. Als Alleinnahrung ist Flockenfutter allerdings ungeeignet! Überdies lasse ich auch die rückseitigen Scheiben bewusst veralgen, die Guppys zupfen gerne diese Bereiche ab! Weniger geeignet für Guppys ist schnell zu Boden sinkendes Futter wie Granulat und Tabletten.

Getrocknete Wasserflöhe
sind demgegenüber wirklich nur ein Notbehelf. Trocknung möglichst nur in der Sonne an heißen Sommertagen auf Gazerahmen, die so aufgestellt werden müssen, dass die Luft auch von unten her Zutritt hat. Trocknet man auf dem Herd oder Ofen ab, so muss man in der gleichen Weise verfahren, achte aber darauf, dass die Wasserflöhe nicht verbrennen. Die Wärme darf nicht zu groß sein. Richtig getrocknetes Futter darf nur einen ganz schwachen, unauffälligen Geruch haben.
Außer Wasserflöhe lassen sich auch andere Futtertiere - schwarze Mückenlarven, Weißwurm usw. - trocknen.
Um Fischen, die Pflanzenkost verlangen, diese zusätzlich auch im Winter bieten zu können, empfiehlt es sich, Salat trocknen und zu pulverisieren. Dieser leistet auch bei Infusorienbildung im Aquarium gute Dienste. Auch gekochte und abgespülte Haferflocken werden von vielen Fischarten gern genommen.
Ein gutes Behelfsfutter im Winter sind für viele Fischarten magerer, gekochter Schinken und frisch gehäutete Mehlwürmer.
ACHTUNG! NICHT VERFÜTTERN: Brot, Semmeln, Kuchen, Ameisen "eier" und gekochte Kartoffeln. Dieses Material ist für Aquarienfische wertlos und gesundheitsschädlich.
Grundsatz: Niemals mehr verfüttern als auf einmal restlos gefressen werden kann, da übriggebliebenes Futter jeder Art leicht durch Fäulnis das Wasser verdirbt.

Zur Aufzucht von Jungfischen wird meist das Erbrüten von Artemien empfohlen - mir ist dies zu mühsam, in den ersten Wochen füttere ich ausschließlich dekapsulierte Artemiacysten, die mittlerweile zumindest im Internet leicht zu erhalten sind - allerdings ist bei diesem Futter ein häufiger, möglichst täglicher Wasserwechsel dringend anzuraten, denn die nicht gefressenen Cysten belasten das Wasser außerordentlich stark! Dieses staubfeine Futter ist in kleinen Portionen zu reichen, dafür allerdings, wenn möglich bis zu sechs Mal am Tag! Generell passiert es wesentlich häufiger, dass Fische überfüttert werden als dass sie verhungern. Und: Mehrere, über den Tag verteilte, kleine Futtergaben entsprechen der natürlichen Ernährungsweise der Fische wesentlich mehr als das einmalige Verfüttern zu großer Portionen!

Frostfutter und gefriergetrocknetes Futter
Die Einführung von Gefriergeräten (Truhen und Schränken) in den Haushalt hat es möglich gemacht, Lebendfutter verschiedener Art tiefgefroren in den Handel und bis zum Endverbraucher zu bringen. Die so behandelten Futtertiere enthalten alle Nähr- und Wirkstoffe, die auch im lebenden Futter enthalten sind. Sie haben aber zudem noch den Vorteil, dass sie niemals Krankheiten enthalten, eine Gefahr die bei Verabreichung von Lebendfutter immer besteht. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass die Kühlkette an keiner Stelle unterbrochen wird. Einmal aufgetaut oder angetautes Frostfutter kann nicht wieder eingefroren werden. Es empfiehlt sich daher, nur in solchen Portionen einzufrieren, die nach dem Auftauen restlos verbraucht werden können. Aufgetautes Frostfutter verdirbt sehr rasch.
Eine andere Art der Futterkonservierung ist das verfahren der Gefriertrocknung. Futtertiere werden bei tiefen Kältegraden eingefroren und ihnen sodann das Wasser entzogen. Dadurch verlieren sie wohl an Volumen, nicht aber an Nährwert. Gefriergetrocknetes Futter wird von vielen Fischarten gerne genommen und ist sehr haltbar.