Flohkrebs (Gammarus pulex) und Wasserassel (Asellus aquaticus)

Flohkrebs und Wasserassel zählen bereits zu den höheren Krebsen. Die Wasserassel wird 10-20 mm lang. Sie bewegt sich langsam kriechend zwischen Wasserpflanzen und faulenden Pflanzenteilen, vermag jedoch die Gefahr recht gut zu schwimmen. Trockenzeiten übersteht sie tief im Schlamm verborgen. Das Weibchen trägt die Eier und die frisch geschlüpften Jungen in einem Brutsack an der Unterseite des Leiben mit sich herum. Wasserasseln kann man leicht erbeuten, wenn man ein Bündel Fadenalgen oder Wassermoos aus dem Wasser heraushebt. Meistens kann man die Tiere dann in größeren Mengen davon ablesen. Der Flohkrebs hat seine meisten Verwandten im Meer. Unser Bachflohkrebs ist seitlich kräftig zusammengedrückt und wird bis 1 cm lang. Man findet ihn vor allem in Gräben und anderen Fließgewässern, soweit sie nicht verunreinigt sind, unter Steinen, Holzstücken und in Pflanzenpolstern. Hier bewegt er sich kriechen vorwärts, doch kann er unter kräftigen Bewegungen des Schwanzteils sehr schnell schwimmen. Im allgemeinen nährt er sich von abgestorbenen Pflanzenteilen, kann aber jederzeit auch zu animalischer Kost übergehen. Eier und Junge werden von der Mutter ähnlich wie bei der Wasserassel eine zeitlang betreut. Beide Krebschen sind das ganze Jahr über zu finden, auch unter dem Eis. Sie werden von allen größeren Fischen gerne gefressen, können aber Überträger von Fischschmarotzern sein.